Beautycafé-Newsletter Nr. 4

 
 

Schönheitsgeheimnisse des Orients

1001 Nacht

Wenn ich an Orient denke und 1001 Nacht, dann wandert meine Fantasie in eine märchenhafte fremde Welt und ich gerate ins Schwärmen. Ein Welt voller Wohlgerüche, fremder Klänge, warmer, leuchtender Farben. Einen Hauch von Luxus und viel Spaß am Genuß verbinde ich damit.Körperkult ist geprägt von Reinigung, Verwöhnen und Sinnlichkeit. Die Wiege der Parfums liegt im Orient ebenso wie die Wiege der Badekultur.

Seit Jahrtausenden verwöhnen die Menschen sich und ihre Gäste mit Wohlgerüchen. Orientalische Schönheitselexiere wie Rosenblüten, Weihrauch, Milch und Honig verheißen nicht nur Duft und sinnliches Körpergefühl, sondern auch Schönheitspflege auf natürlichste Weise - heute wie damals.

Bei der durch das Wüstenklima ausgetrockneter Haut verwendeten die alten Ägypterinnen Honigmasken, die ihrer Haut wieder Frische und Spannkraft verliehen. Auch spröde Lippen wurden durch Honig wieder samtweich. Auch Milch wurde schon im alten Ägypten als Schönheitsmittel entdeckt. Legendär sind Kleopatras Bäder in Eselsmilch. Henna wurde in alter Zeit nicht nur zum Färben der Haare verwendet, sondern auch zum Schminken für Lippen, Fingernägel und Bauchnabel. Körperbemalung mit Henna dienten orientalischen Frauen nicht nur als Schmuck, sondern hatten auch teilweise religiösen Symbolcharakter. Daneben schminkten gehörte zum orientalischen Erscheinungsbild ausdrucksvoll und sinnlich mit Kajal umrandete Augen. Die Historie von Parfums geht bis zu den alten Ägyptern zurück. Dort gehörten duftende Balsame zum religiösen Ritus wie auch zum ganz alltäglichen Leben. Besonders der Duft von Rosenblüten bereitet sinnliches Wohlbehagen. Das war im alten Orient so, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Als eine der teuersten Blütenessenzen überhaupt gilt das der Rose von Damaskus. Ich könnte noch seitenweise weiter schwärmen über orientalische Schönheitsmittelchen, aber lest einfach selber.

Auch von der orientalischen Sinnlichkeit und Lebensfreude können wir Mitteleuropäer uns einiges abschauen. Die orientalische Küche quält sich nicht mit Diätreglement wie wir es so oft tun. Der Genuss hat Vorrang. Intensive Gewürze und eine reichhaltige vielseitige Palette durchaus auch kalorienreicher Speisen bietet die orientalische Küche. Statt Askese zu betreiben wird die Sinnenfreunde gefördert - auch mit aphrotisierenden Speisen und Getränken.

Ich wünsche Euch also viel Spaß und Freund an diesem Newsletter. Es ist sehr viel geworden dieses Mal. Tja, das Thema schien Euch zu gefallen ... Wir werden dann wohl in Zukunft öfter einen Newsletter rausschicken müssen.

 

Der Hamam (von Peggy)

Orientalische Pracht entfaltet sich vor unserem inneren Auge, wenn wir an Hamams denken. Feuchte Dunstschwaden, gepaart mit Wohlgerüchen, das Gefühl von Luxus, äußere Reinigung und innere Versenkung, Entspannung und Anregung zugleich – Orte, an denen die Zeit stehen bleibt. Diese Prachtbäder sind nicht Erfindung des Oxident, sondern Orient pur. Es gibt drei Bereiche mit unterschiedlicher Funktion von Reinigung, Schwitzen bis zum Ausruhen. Körpersiche und seelische Reinheit sind hier ebenso wie äußere und innere Schönheit untrennbar mit einander verbunden. Gerade in Länder, wo Wasser knapp ist, sinde gerade diese Bäder besonderer Luxus.

Durch den Wasserdampf wird der Haut Feuchtigkeit zugeführt und durch das Schwitzen werden Schmutzstoffe ausgelöst. Die angenehme feuchte Wärme des Hamam ist für Personen mit Kreislaufproblemen und erweiterten Äderchen, die die "heiße Sauna" schlecht vertragen, ideal, da der Körper sich hier nur langsam erwärmt. Trotzdem aktiviert der Hamam das Immunsystem und setzt Viren außer Gefecht. Die Haut wird zudem glatt und zart.

Dieses großräumige, feuchtwarme orientalische Dampfbad erwärmt sich bis auf 45 Grad und duftet angenehm nach Kräutern oder Blütenessenzen. Man verweilt 20 bis 30 Minuten, um sich dann im Ruheraum auf einem vorgewärmten Marmorstein auszuruhen. Beendet wird ein Hamam-Besuch mit Massagen und Waschungen. Diese kann eine Rhassoul-Heilerdepackung, eine Salz-Öl-Massage oder eine Seifen-Waschung mit einem Seidenhandschuh sein – idealesweise alle drei Anwendungen hintereinander. Danach entspannt man im Teeraum bei Säften, süßen getrockneten Früchten und verschiedenen Tees. Der Körper profitiert von einem Hamam-Besuch etwa sechs Wochen.

In modernen Saunatempel und Thermen ist der Hamam mittlerweile ein fester Bestandteil oder sogar eine Alternative zu finnischen Saunawelt. Wie ein Urlaubstag in eine fremde Welt wirkt er auf Körper und Seele. Die Heimatstadt des Beautycafe ist auch eine Bäderstadt. Hier in unserer Therme habe wir auch einen tollen Hamam. Beim nächsten Beautytreffen sollten wir mal dort hin gehen …
http://www.carolus-therme.de

Rhassoul – Reinigung mit Lavaerde aus der Sahara

Diese graue Erde aus der Sahara ist als feines Pülverchen erhältlich. Es wird mit Wasser und anderen Ingredienzien zu einem Waschbrei vermengt. Schutze und Fettpartikel werden gebunden, ohne den Hautschutzmantel anzugreifen oder zu entfetten. Der Lavaerde-Brei reinigt ohne Schaumbildner, Konservierung und Emulgatoren, was ihn zu einem wahren Wundermittel in der Hautreinigung macht.

Orientalische Badezusätze:

Anregend und durchblutungsfördernd: Wacholder,Muskatnuß, Rosmarin, Lorbeer, Kampfer
Beruhigend und entspannend: Melisse, Sandelholz, Majoran, Fenchel
Schlaffördernd: Lavendel und Neroli
Bei Migräne: Lavendel, Orange, Basilikum
Bei Stress und Sorgen: Geranie, Kamille, Lavendel, Rose
Bei Erschöpfung: Sandelholz, Ylang Ylang, Lavendel, Rose
Bei Erkältung: Thymian und Salbei
Hautglättend: Malve und Rose

 

Baden wie die Königin von Saba
(von Miss Buffington) 

2 EL Mandel- oder Jojobaöl
1 Tasse Milch
4 EL Sahne
Tropfen ätherischer Öle:
5 Tropfen Kardamom
5 Tropfen Ylang-Ylang
7 Tropfen Orangenöl
5 Tropfen Rose

Alles frisch zusammenrühren und ab ins warme Badewasser. Je nach Vorliebe oder Verträglichkeit kann man die Tropfenanzahl erhöhen oder herabsetzen.

 

Sesam-Rosenwasser-BL
(von Becsi)

Fettphase:
6g Lamecreme
4g Fluidlecitin CM
10g Sesamöl
7g Nachtkerzenöl
6g Hagebuttenöl

1 ML Vit. E-Acetat

Wasserphase:
70 g Rosenwasser

 

Kaiserin-Sissi-Ölfluid
(von Petzi)

15 g Jojobaöl
5 g Sheabutter
4 g Mandelöl
5 g Lipoderminkonzentrat
3 g Fluidlecithin super
1 g Ceralan

10 g Rosenwasser
2 g Allantoin
0,5 g Hyaluronsäure

5 Tropfen Grapefruikernextrakt mit Glycerin
5-7 Tropfen Veilchenduft

Ceralan mit den Ölen schmelzen. Sheabutter auf der Heizung leicht erwärmen und mit den noch warmen Ölen fest verrühren, Lipoderminkonzentrat und Fluidlecithin super dazu. Separat Allantoin und Hyaluronsäure mit dem Rosenwasser vermischen und in langsamen Strahl mit hoher Geschwindigkeit (Mixer!) unter die Fettmasse rühren, Grapefruitkernextrakt hineingeben. Jetzt nur noch den Veilchenduft dazu und auf die gereinigte Gesichtshaut auftragen. Leicht fettend, aber sehr feuchtigkeitsspendend und herrlich duftend – sich fühlen wie eine Kaiserin!

 

Schminken im Orient
(von Petzi)

Sich zu schmücken und zu schminken ist so alt, wie die Menschheit selbst. Die uns bekannte höchste Entwicklung der Schminkkunst liegt aber im Orient. Da die Augen in Ägypten als ein Symbol des Sonnengottes Ra galten, schminkten sich die alten Ägypterinnen, um gottähnlicher zu werden. Aus diesem Grund wurden auch die Schönheitsrezept der Pharaonen gehütet wie ein Staatsgeheimnis.

Wir kennen die Darstellung der Cleopatra mit den bis zum Ohransatz geschminkten Falkenaugen, die alleinig berechtigt war, diese Art der Schminke zu tragen. Ziemlich sicher hat es damals schon Tiegelchen und Fläschchen zur Aufbewahrung der Kosmetika gegeben und interessanter Weise wurden auch in hohle Pflanzenstengel Cremen und Geele gefüllt, die wie heute unsere Tuben ausgedrückt werden konnten.

Großen Wert legte man damals auf schwere Düfte. Harze und Hölzer wurden zu wunderbaren schweren Parfums gemischt und zu besonderen Anlässen von speziell ausgewählten Priestern zusammengestellt.
Der Kajal oder Kohlstift spielte in vielen orientalischen Kulturen eine wichtige Rolle. Kajal diente dabei als Schutz gegen Insekten (und damit gegen die von ihnen übertragenen Krankheiten). Wohl erkannte man aber schon damals, dass die Augen durch die Umrandung größer erscheinen. Indische Frauen, Männer und sogar Babys tragen auch heute oft einen schwarzen Lidstrich aus hygienischen oder medizinischen Gründen.
Diese Augenkonturenstifte bestanden früher aus einer Fettpaste mit Bleisulfid oder schwarzem Eisenoxid und Ruß. Heute werden sie aus Wachsen, Fetten und unbedenklichen Farben zusammengemischt.

Hier ein einfaches Rezept für Schminkstifte:


Kajal mit Perlglanzpigmenten für ca. 2 Stifte oder 1 Tiegelchen

10 g Rizinusöl
2 g Carnaubawachs
2 g Bienenwachs
2-4 g Perlglanzpigment
(Seidenschwarz läßt sich wunderbar verarbeiten)
ev. ½ Msp. Kieselsäure

Öl, Carnaubawachs und Bienenwachs schmelzen. Perlglanzpigment darunterrühren und ev. die Kieselsäure dazugeben. Nun einen hohlen Stift in die Farbmasse stellen und die Masse mithilfe einer Spritze heraufziehen. In den Eiskasten geben und die eingetauchte Spitze zuspitzen. Oder in ein Tiegelchen gießen und mit einem dünnen Pinselchen die Farbe entnehmen.

 

Etwas für die Sinnlichkeit
(von Peggy) :

Eine so sinnliche Kultur wie die orientalische Welt bietet uns Mitteleuropäerinnen viel Stoff, von dem wir träumen lernen können. Die arabische Küche und Kosmetik hat einige aphrodisierende Mittelchen parat. In unserem Kulturkreis zugelassenen Liebesmittel haben wir oft in der Küche vorrätig, ohne von ihrer Zusatzirkung zu ahnen.

Zu einem sinnlich stimulierenden Menü gehört ein Liebestrank:

Arabischer Jasmintee:
Eine Hand voll Blüten mit Mineralwasser aufgiesen und über Nacht ziehen lassen.

Gewürztee:
Je eine Prise Zimt, Kardamon, Ingwer, Pfeffer, Gewürznelke, Muskatnuß und Safran mit schwarzem Tee mischen. Mit heißem Wasse übergießen, ziehen lassen und mit Honig süßen.

Koriandertrank:
Korianderfrucht im Mörser zerstampfen und mit Rotwein übergiesen. Eine Woche im Kühlschrank stehen lassen, dann abseihen.

Damianalikör:
Das Kraut gilt als Liebespflanze. 50g Damiana mit 1/2 Wodka übergießen und eine Woche ziehen lassen. Mit 300 ml kochendem Wasser übergießen, mit Honig süßen und 2 Tage stehen lassen. Dann abseihen.

Liebesapfel-Trank:
1 Granatapfel halbieren und auspressen. Mit ein bisschen Dattelsirup süßen und mit Sekt oder Champagner aufgießen.

Ätherische Öle für die Zärtlichkeit:
Rose, Narzisse, Tuberose, Zitrose, YlangYlang, Moschus, Muskatellersalbei, Sandelholz, Pfeffer, Patschuli, Weihrauch, Zimt, Gewürznelke, Muskatnuss, Ztirone, Orange, Petersilie

Anregendes Duftöl:
8 Tropfen Sandholzöl
3 Tropfenöl Vetiveröl
1 Tropfen Vanilleöl
5 Tropfen Paschuliöl
2 Tropfen Perubalsamöl
1 Tropfen Kardamonöl

Sinnliches Massageöl:
50 l Aprikosenkernöl
6 Tropfen Sandelholzöl
3 Tropfen Kardamonöl
1 Tropfen Muskatöl
6 Tropfen Bergamottöl
3 Tropfen Patschuli
1 Tfopfen Vetiveröl

Bad für Zwei:
2 Tropfen Rosenöl
2 Tropfen Vanilleöll
1 Tropfen Zimtöl
4 Tropfen Sandelholzöl
2 Eßlöffel Mandelöl
2 Eßlöffel Honig

 

Busenmassage-Gel "Dark Secret"
(von Peggy)

Das ist nur etwas für die jenigen unter uns, die sich trauen ...
Dass der Busen irgendwann der Erdanziehungskraft nachgibt, ist nicht zu verhindern. Mit Sport kann man dem ein wenig entgegen wirken. Massagen haben auch unterstützende Wirkungen. Ich will kein Märchen aus 1001 Nacht erzählen oder Wunder versprechen, aber ein mehr Straffung und Festigkeit, ja sogar ein wenig mehr Fülle kann man mit regelmäßigen Busenmassagen durchaus erzielen. Wenn Du es anwendest, sei sanft zu Dir. Nicht grobes Kneten hilft, sondern sanftes Massage.

Das Rezept ist einen Komposition aus straffenden Ölen und gewebenährender Kieselerde. Die Pflanzenextrakten dienen der Straffung, dem Gewebeaufbau und Hopfen hat sogar einen hormonähnlichen Charakter. Die Auswahl der ätherischen Öle liegt an ihrer Wirkung: Alle sind aphrodisierend, straffend, zellerneuern, anregend oder stimulierend. Dass die ätherischen Öle nicht nur über die Haut wirken, sondern auch verstärkt über die Nase auch auf das Gemüt brauche ich nicht zu erwähnen, oder? Viel Spaß also nicht nur beim Herstellen und Anwenden, sondern auch nach der Massage ...

Fettphase:
20 ml Mandelöl
20 ml Distelöl
10 ml Algenöl
2 g Emulsan
2 Bienenwachs
2 g Kokosöl (fest)
2 g Shea- oder Mangobutter
Eingelegte Ackerstachelhalm

Wirkstoffe:
1 gr. MLö Hopfenextrakt
1 gr. MLö Ginsengextrakt
2 gr. MLö Efeuextrakt
1 gr. ML Kieselerde
je eine Messerspitze Glitter (Feingold, Perlmuttglanz Gold, Altgold, Lila)

Konservierung: 5 Tropfen Benzoe

Intensiver Duftmix:
1-2 Tropfen Rose
1-2 Tropfen YlangYlang
1-2 Tropfen Geranium
1-2 Tropfen Sandelholz
1-2 Tropfen Ingwer
1-2 Tropfen Styrax
1-2 Tropfen Toka-Bohne
1-2 Tropfen Vanille
1-2 Tropfen Zimt
1-2 Tropfen Bittermandel
1-2 Tropfen Kakaoextrakt
1-2 Tropfen Yasmin
1-2 Tropfen Zedern
1-2 Tropfen Muskatellersalbei
1-2 Tropfen Bergamotte

Zusatz:
1-2 Tropfen Karamelaroma
1-2 Tropfen Himbeeraroma
1-2 Tropfen Erdbeeraroma
1-2 Tropfen Kirschearoma

alternativ:
4 Tropfen Mandarine
4 Tropfen Orange

Die Feststoffe sanft erhitzen, dann die Öle mit erwärmen. Leicht erkalten lassen. Kieselerde und Mazerat zugeben. Nachdem die Flüssigkeit erkaltet ist die ätherischen Öle zugeben. Ich persönlich mag es gerne sehr intensiv. Daher habe ich 1-2 Tropfen angegeben. Manchmal nehme ich sogar noch mehr ...
Die Zusätze dienen dazu, den sehr heftig orientalisch wirkenden Duft etwas lieblicher zu machen.

 

Orientalische Speisen
(von Asaalah) :

Harissa - sehr scharfe arabische Gewürzpaste

ZUTATEN: ergibt etwa 225 Milliliter
50 g getrocknete scharfe Chilischoten, Stielansatz, Samen und Scheidewände entfernt
4 Knoblauchzehen, geschält
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
Etwa 1/2 TL Salz
Natives Olivenöl extra

ZUBEREITUNG:
Die Chilischoten 30 Minuten in Wasser einweichen. Abgießen und mit Knoblauch,den Gewürzen und etwas Salz im Mörser zerstoßen oder im Mixer pürieren. Dabei esslöffelweise gerade so viel Öl zufügen, dass eine weiche Paste entsteht.
In ein Glas drücken und mit Öl bedecken.So hält sich Harissa mehrere Wochen im Kühlschrank. Gut zu Couscous und eintöpfen aber immer vorsichtig !!! Sehr scharf !!!


Tunesische Fleischbällchen (Bnadak)

Zubereitungszeit: 20 min.
Kochzeit: 1 Std. 15 min.

Zutaten:
500 Gramm Rinderhack
1 ½ DL Olivenöl
½ EL Harissa
½ EL Koriander
½ TL getrocknete Minze
1 Prise gemahlener Zimt
Salz
Gehackte Petersilie und Zwiebeln zum Garnieren

Zubereitung:
Das Hackfleisch gut mit Koriander, schwarzem Pfeffer, zerriebener getrockneter Minze, gemahlenem Zimt und Salz würzen. Bällchen, die ungefähr die Größe einer Walnuss haben, formen. Im heißen Öl frittieren. Harissa in etwas Wasser verrühren und hinzufügen. Mit ½ Liter Wasser auffüllen und bei schwacher Flamme solange weiter kochen, bis kaum noch Flüssigkeit vorhanden ist. Heiß oder kalt servieren.


Pita Brottaschen (Arabisches Brot)

Zutaten:
TEIG
½ Pck. Hefe
½ Tasse Wasser warm
1 TL Zucker oder Ahornsirup
WEITERE ZUTATEN
1.50 Tasse Wasser warm
4.50 Tasse Weizenvollkornmehl
2 EL Öl
Salz

Zubereitung:
Aus den Teig-Zutaten einen Hefeteig herstellen. Den aufgegangenen Teig durchkneten und in zwoelf Teile teilen. Jedes Teil zwischen den Handflaechen zu einer Kugel formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Kugeln mit der Handflaeche zu runden Fladen 1/2 bis 1 cm dick, druecken und klopfen. Das Pita-Brot gut aufgehen lassen!

Backofen mit leerem Blech vorheizen, ca.220-250 Grad. Das Blech und der Ofen muessen sehr heiss sein. Pita-Brot mit dem Backpapier auf das Blech ziehen. Das Brot 5-8 Min. bei 220-250 Grad backen. Die Brottaschen sollen nicht braun werden.

Durch die grosse Hitze geht der Teig sehr schnell auf und es entstehen Taschen. Die Taschen zum Fuellen an einer Seite aufschneiden. Mit Falafel und Gemuese (Gurke, Tomate, Zwiebel usw.) fuellen. Mit Tahini-Sauce uebergiessen.


Berber-Würzmischnung

10 rote Chilis (getrocknet)
1/2 Teelöffel Pfefferkörner (schwarz)
1/2 Teelöffel Ingwer (gemahlen)
5 Gewürznelken (ganz)
1/2 Teelöffel Koriandersamen
8 Pimentbeeren
6 Kardamomen (grün, nur die Samen)
1/2 Teelöffel Bockshornklee
1/2 Zimtstange

Zubereitung:
So wird's gemacht: Man erhitzt eine Pfanne, gibt die Chilis dazu und erhitzt 2 bis 3 Minuten weiter. Dann gibt man die restlichen Zutaten dazu und erhitzt unter ständigem Rühren und Schütteln (brennt leicht an)weiter, bis die Mischung anfängt braun zu werden. Jetzt erhitzt man noch 3 bis 4 Minuten weiter,gibt die Mischung in eine Schüssel und läßt abkühlen. Nun mahlt man die Mischung zu Pulver und bewahrt dieses luftdicht abgeschlossen auf. Man kann das Gewürz bis zu 4 Monaten aufbewahren. Die Mischung eignet sich für viele Speisen!

Ojja

Zutaten:
6 mittelgroße Tomaten
4 rote (oder grüne) Paprikaschoten
6 Merguez
5 Eier
2 Knoblauchzehen
1 Prise Kümmelpulver
1 Teelöffel Harissa
Olivenöl
Salz Pfeffer

Zubereitung:

Die Tomaten häuten und entkernen und in mittelgroße Stücke oder Spalten schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Tomatenstücke mit Kümmel und Harissa dünsten.
Die Paprika klein schneiden und in einer anderen Pfanne garen.
In einer separaten Pfanne die Merguez braten und in Stücke schneiden. Wenn die Paprika gar ist, die Wurststücke, den Knoblauch und die Tomatenmischung zugeben.
Die Eier in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer verquirlen und als letzten Bestandteil in die Pfanne geben.
Auf kleiner Flamme weitergaren und das Ei stocken lassen. Gelegentlich umrühren.

 

SAMKEH MECHWIYEH BI TARATOR (Miss Buffington)

(Fisch mit Tarator Sauce)

Zutaten für 4 Personen:
1,2 kg Fisch mit weißem Fleisch
2 reife Tomaten und eine zum Garnieren
4 Zitronen

Für die Sauce:
4 Knoblauchzehen
100g Sesamkörner
2 Toastscheiben
Olivenöl

Zubereitung:
Fisch salzen und pfeffern, in eine feuerfeste Form legen, Zitronen und Tomaten in Scheiben abwechseln drauflegen, wieder salzen, pfeffern und mit Öl benetzen und ab damit ins vorgeheizte Backrohr auf 200° für eine halbe Stunde.

Sesam, Toast, Knoblauch, etwas Salz, Saft der restl.2 Zitronen und etwas Wasser vermengen, pürieren und über den fertigen Fisch geben.

 

Orientalisches Naschwerk
(von Asaalah) :

Dattelgebäck (Makroudh)

Zutaten für 4 Personen:
400 g Mehl, 1 Msp Natron, 1 Msp Safranpulver, Salz, 100 g Butter, 6 EL Orangenblütenwasser, 750 g frische Datteln, 1 abgeriebene Orangenschale, 1 TL Zimtpulver, 1 Msp Pimentpulver, 1 Eiweiß, 250 g Zucker, 250 g Honig, 1 bis 1,5 l Pflanzenöl, 50 bis 100 g gehackte Mandeln.

Anleitung:
(1) Das Mehl mit Natron, Safran und 1 Prise Salz in eine Schüssel sieben. Die Butter erwärmen, schmelzen und hinzufügen. 4 EL Orangenblütenwasser mit 100 ml lauwarmem Wasser verrühren und dazugießen. Alles zuerst verrühren, dann zu einem glatten, elastischen Teig verkneten, in Klarsichtfolie einwickeln und etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
(2) Die Datteln häuten, entsteinen, sehr fein hacken und in eine Schüssel geben. Orangenschale mit Zimt, Piment und 2 EL Orangenblütenwasser zu den Datteln geben und alles gut vermischen. Den Teig in 4 Stücke teilen. Jedes Stück auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 20x30 cm groß ausrollen. In die Mitte als etwa 7 cm breiten Streifen längs jeweils ein Viertel der Füllung geben. Eine Teigseite darüber klappen, mit etwas Eiweiß einpinseln, darauf die zweite Seite klappen und andrücken. Die Streifen schräg in etwa 5 cm breite Rhomben schneiden.
(3) Dann 1/2 l Wasser mit Zucker etwa 5 Minuten kräftig kochen, den Honig unterrühren und beiseite stellen. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen, bis an einem hineingehaltenen Holzstäbchen Bläschen emporsteigen. Die Temperatur herunterschalten und die Rhomben portionsweise bei mittlerer Hitze im Öl etwa 2 Minuten frittieren, dabei einmal wenden. Rhomben jeweils kurz auf Küchenpapier entfetten, in den Sirup tauchen, abtropfen lassen und auf einen Teller legen. Das Gebäck mit Mandeln bestreuen und servieren.

Basbousa

Basbousa ist ein Grießkuchen, der vor allem in Ägypten gegessen wird, und zwar - wie es sich für die ägyptische Küche gehört - sehr fett, sehr süß, sehr kalorienreich. Am besten man nimmt die halbe Menge an Butter...

Die Zutaten:
100 g Butter
2 Tassen Grieß
1/2 TL Backpulver
3 Becher Joghurt a´150 g
1 Tasse Zucker
Zimt, Vanillezucker
100g Kokosraspel
150 g Scharbaat

Und so geht´s:
1. Butter zerlassen, mit Grieß und Backpulver mischen und 15 Minuten stehen lassen.
2. Joghurt mit Zucker, Gewürzen und Kokosraspeln und danach mit der Grießmasse vermischen.
3. Eine flache Kuchenform mit Butter ausstreichen unmd mit der Grießmasse füllen. Der Teig sollte ca. 2 cm hoch sein, entspechende Größe der Form wählen.
4. Teig in Rauten schneiden
5. Backofen vorheizen und die Basbousa bei 180 Grad goldbraun backen.
6. mit Scharbaat übergießen und jede Raute entweder mit einer Nuss oder mit Kokosraspeln verzieren.
7. nach dem Abkühlen mit etwas Rosenwasser betreufeln.

Milchreis Nofretete

Zutaten für 4 Portionen :
300 g Milchreis
8 dl Milch
6 dl Wasser
120 g Zucker
2 Pk. Vanillezucker
1 tb Staerkemehl
1 tb Rosenwasser
ZUM GARNIEREN:
Kokosflocken
Zimtpulver
Gehackte Nuesse

Den Reis im Wasser aufkochen. Wenn er gar ist, Zucker, Vanillezucker und Milch darin verruehren, bis sich der Zucker aufloest. Staerkemehl mit wenig Wasser aufloesen und beigeben. Unter staendigem Ruehren weitere 5 Minuten kochen lassen. Pfanne vom Herd nehmen und das Rosenwasser einruehren.
Warm und mit Kokosflocken, Zimt und gehackten Nuessen bestreut, servieren.
Tip: Schmeckt auch kalt gut.

 

 

Joghurtcreme mit Rosenwasser
(von Becsi):


Für 4 Personen:
1 Liter Naturjoghurt (besser ist 3,6%iges, wer Kalorien sparen will auch 1%iges)
3 EL Zucker
je eine Prise Kardamon und Muskat
1 EL Rosenwasser
75g gehackte Pistazien
1 Mango oder 1 Granatapfel

Ein großes Sieb mit einem sauberen Küchentuch auslegen, das Sieb über eine Schüssel stellen und das Joghurt ins Sieb geben. Im Kühlschrank ca. 3 Stunden abtropfen lassen. Das eingedickte Joghurt mit Zucker, Gewürzen und Rosenwasser cremig rühren und in Schälchen anrichten, mit Pistazien bestreuen und mit Mangospalten oder Granatapfelkernen (vorsicht, färbt stark ab und die Kernen sind recht mühsam auszulösen) anrichten.

Kalorien: ca. 370 (bei 3,6%igem Joghurt)

 

BAKLAWA (Miss Buffington)

(Pistazienschnitten)

Zutaten für 4-6 Portionen:
160g Blätterteig
350g gehackte Pistazien
100g Butter

Für den Sirup:
150g Zucker
1 Zitrone
Orangenpulver (Dr. Oetker Finesse)

Zubereitung:
Boden einer Backform bebuttern, mit der hälfte des Teiges auslegen, Butter zerlassen und die Hälfte Butter auf den Teig pinseln, gehackte Pistazien drauf, restliche Teigblätter obendrauf und mit dem Rest Butter bepinseln. 35 min. auf 170° im Backrohr dann 10 min. auf 210°. Raus aus dem Rohr. Zucker, Zitronensaft, zu einem Sirup einkochen, Orangenpulver dazu, von der platte nehmen und auskühlen lassen, dann den Sirup über den Kuchen gießen, Rhomben schneiden und fertig ist die Sünde.

 

Ganz besondere Kaffeegetränke
(von Tigerseele)

Andalusischer Kaffee
Für 4 Tassen: 500 ml starken Kaffee zubereiten, 200 g Sahne, 3 EL Zucker, 2 EL Kakao erhitzen und verrühren. In 4 Tassen oder Gläser gießen, Kaffee und und 8 cl Sherry (2 cl pro Glas, damit keine Missverständnisse auftreten) dazu gießen. Mit halbsteif geschlagener Sahne bedecken und mit Kakao bestreuen.
(aus Living at home, 10/2003)

Gewürzkaffee
Für 4 Tasen: je 2 Gewürznelken und Pimentkörner im Mörser fein zerreiben. Mit 1 Msp. gemahlenen Kardamom und 1/4 TL Zimt mischen.
4 TL Espressopulver und 320 ml Wasser mit der Gewürzmischung aufkochen.
Inzwischen 400 ml Vollmilch aufkochen und aufschäumen. Gewürzespresso auf 4 Tassen verteilen, Milchschaum darauf verteilen. Wer mag: mit einer Zimtstange servieren.
(aus Living at home, 10/2003)

Türkischer Kaffee
1 Mokkatasse kaltes Wasser in den "Ceveze" (schmaler Topf mit langem Stiel, meist aus Kupfer oder Messing und innen mit Zinn beschichtet) gießen, dann kommt Zucker dazu (soviel man eben mag. 2 TL Zucker für halbsüßen Kaffee) und zuletzt 2 TL sehr fein gemahlener Kaffee.
Alles bei mittlerer Stufe erhitzen und mit einem Teelöffel rasch unter der Oberfläche rühren, das gibt eine bessere Schaumbildung. Dabei darf der Löffel den Boden des Topfes nicht berühren.
Beim ersten Aufkochen die Mokkatasse mit einem Drittel Kaffee füllen, den restlichen Kaffee wieder auf den Herd setzen und weiter rühren. Ehe die Flüssigeit zu brodeln beginnt, den Topf vom Herd nehmen und die Tasse vollends füllen.
Der Kaffee muss heiß und mit Schaum auf der Oberfläche serviert werden. Nach kurzer Zeit hat sich der Satz abgesetzt und der Kaffee kann getrunken werden.
(aus Kaffee-Kult von Yasar Karaoglu)

Das Ganze ist recht aufwändig, aber lohnt sich. Und irgendwann geht das auch recht schnell

 

 

 



Das Beautycafé-Forum

Das Forum ist seit Anfang April online, hat mittlerweile über 420 Teilnehmer und über 55.000 Posts zu vielfältigsten Themen. Unterschiedlichste Nutzerinnen aller Altersgruppen, Bildungsgrade und Interessen tummeln sich bei uns. Uns verbindet die Lust, sich auszutauschen, zu quatschen, sich zu informieren und der Spaß an Beautythemen. Die große Besonderheit unseres Forums sind unter anderem das Gewinnspiel und die Pröbchenjagd, die wir regelmäßig mit Hilfe von Sponsoren ausrichten. Als großen Spaßffaktor haben sich mittlerweile die Wanderpäccken etabliert. Das gibt es nun auch in einer kleineren Fassung als Pröbchen-Wanderpäckchen. Zudem wichteln wir nun schon zum zweiten Mal und es macht Riesenspaß. Wenn Du an so etwas teilnehmen magst, schicke mir einen PN oder schreibe es in die entsprechende Threads. Alles in allem hat sich unser Forum mittler Weile zu einem netten virtuellen Freundeskreis entwickelt ...

 

Gewinnspiel:

Ich darf unser viertes offizielles Beautycafe-Gewinnspiel vorstellen. Wir haben einige Sponsoren gewonnen, so dass ein echtes Verwöhnpaket entstanden ist. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer beim Gewinnspiel mitmacht, hat bei 10 hochwertigen Preisen eine große Chance, etwas zu gewinnen. Das ist doch was, oder?

Was gibt es Tolles
zu gewinnen?

2 Sets handgesiedeter Seifen
(gespendet von Lemonmyrtle)

Nach langer gemeinsamer Ideensammlung und Planung hat Lemonmyrtle die Seifenträume des Beautycafé zum Leben erweckt und die wunderbare Cafe-Arabe-Seife entwickelt. Dazu gibt es noch andere herrliche Seifen zu gewinnen. Alle sind handgesiedete Kleinkunstwerke mit individuellem Charakter. Nur hochwertige Pflanzenöle und Fette wurde zur Herstellung verwendet. Der herrliche Duft stammt von ätherischen Ölen und feinsten Seifenparfums.

3 Cremesets zum Selbermachen
(gespendet von Petzi)

Petzi hat einen schönen Laden für Selbstrührer und Seifensieder in Wien. Sie macht uns das Cremerühren nun ganz leicht. Für die Anfänger (aber auch für Fortgeschrittene) drei Creme-Sets zu gewinnen. Je nach Hauttyp kann zwischen Tagescremes für unreine, trockene und reifere Haut gewählt werden. Neben der nötigen Zubehör liegt eine Anleitung bei. So macht Cremesmachen besonderen Spaß ...
www.kosmetikmacherei.at

2 Night-and-Day-Cremesets
(gespendet von Peggy)

Von mir gibt es dieses Mal zwei Sets für die Tages- und Nachtpflege. Sie bestehen aus einer getönten Tagescreme und einer reichhaltigen Nachtcreme. Und weil's im Moment so trendy ist, gibt es noch je ein Hyalorongel dazu für die Feuchtigkeitspflege zwischendurch.

2 Ringana-Gutscheine über je 20 Euro
(gespendet von Anndi
)
Durch Anndi haben wir die Chance an Ringana-Produkte zu kommen. Ringana ist der einzige Hersteller von Frischekosmetik, bei dem völlig auf chemische Zusätze und Konservierungsmittel verzichtet wird.
Alle Produkte werden monatlich frisch produziert und direkt vom Hersteller an den Endkunden geliefert. Das setzt neue Maßstäbe in der Naturkosmetik. Seit also gespannt, auf diese wirklich außergewöhnlich edle Kosmetik.
www.ad-naturkosmetik.de

Fettes Lush-Überraschungspaket
(gespendet von Moppel
)
In einem Verwöhnanfall hat Moppel für Euch ein dickes Lush-Päckchen erstanden. Es ist die lilane Box, die lilane Badebomben, Seifen und Massagebars enthält. Das besondere an diesem Gewinnspiel ist die Art, wie ihr es gewinnen könnt. Ich müßt Euch in die Highscore-Liste eines Flash-Memory-Spiels zocken und dann losen wir aus den Top-Ten aus. Im Unterschied zu den anderen Spielen könnt Ihr hier mehrfach mitspielen und damit Eure Chancen erhöhen ...

Zum Gewinnspiel


Bücher zum Thema
(von Peggy)

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Wohlfühlrezepte für zu Hause
von Sylvia Schneider

Sylvia Schneider zeigt in diesem Ratgeber, wie man sich den Zauber des Orients nach Hause holen kann. Zu diesem Zweck hat die Autorin Wellness-Rezepte aus und für 1001 Nacht für uns zusammengestellt, mit denen man sich in den eigenen vier Wänden schnell einen Tempel des Wohlbefindens errichtet. Düfte spielen hierbei eine ebenso bedeutsame Rolle wie Heilkräuter, Tees, Badeessenzen, oder die "Erotik der Gewürze".
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Wohlfühlrezepte für zu Hause

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Schönheit aus dem Orient
von Wendy Buonaventura

Das Buch ist schon von der äußeren Erscheinung her sehr ansprechend. Es ist sehr informativ und verleitet einen geradezu, die verschiedensten Dinge auszuprobieren. Die Bilder im Buch sind traumhaft und wenn man die Augen schließt, kann man mit etwas Phantasie die Düfte des Orients wahrnehmen. Dieses Buch sollte in keinem Regal von Orient-Interessierten fehlen! Die Beschreibung der Herstellung einzelner Kosmetika und schliesslich der "Genuß" des Ganzen läd zum nachahmen ein. Für Leute die Spaß am Schönen und Sinnlichen haben ein wärmstens zu empfehlendes Buch.
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Schönheit aus dem Orient

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Kostbarkeiten aus dem Harem
von Veronika Müller

Ein wunderschönes, sinnlich-duftendes Lese-, Koch- und Bilderbuch! Dieses Kleinod ist wunderbares Futter für Orient-Träume. Sowohl zum Kochen als auch zum Anschauen ein Genuß!
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Kostbarkeiten aus dem Harem

 

Arganöl
(von Sapho)

Dieser Anblick bot sich uns bei Agadir in Marokko im Herbst 2001. Wir dachten, das gibt's nicht! Aber mal von Anfang an......

Im September 2001 haben wir Urlaub in Marokko gemacht, genauer in Agadir. In Deutschland hatte eigentlich schon der Herbst eingesetzt und wir hofften, dort noch ein paar letzte Sonnenstrahlen vor dem Winter einfangen zu können. Es kam, wie es kommen musste: das Wetter war eher mäßig. Zwar konnte man die Sonne bis zum späten Mittag erahnen aber davor lag ein diesiger Schleier. Naja, immerhin war es warm, so dass wir die Zeit trotzdem am Strand verbrachten – und uns, trotz eincremen, einen mordsmäßigen Sonnenbrand einfingen. Also haben wir uns für den Tag danach vorgenommen, morgens auf dem Souk ein paar Früchte zu kaufen und uns dann im Zimmer zu verkriechen, wenn die Sonne ab Nachmittag wieder richtig zum Vorschein kommt. Gesagt, getan. Wir haben uns in die Klamotten gequält... beide feuerrot, von oben bis unten.... Wer schonmal auf einem orientalischen Markt war, weiß wie ..... nun ja, nenne ich es mal geschäftstüchtig die Markthändler sind. Plötzlich kam ein Marokkaner zu mir und fragte mich, ob ich Sonnenbrand an den Beinen hätte und er hätte DAS Mittel dagegen, worauf er sofort auf den Boden sank und meine freiliegenden Schienbeine mit irgendeiner Flüssigkeit „abschrubbte“ – wirklich, er war alles andere als feinfühlig. Er schubberte mit seinen rauhen Händen an meinen Beinen herum, dass mein Freund dachte: „Gleich stirbt er“ – und ich war viel zu perplex, als das ich ihn hätte irgendwie abwimmeln können. Das ganze dauerte keine Minute. Ich hatte mich gerade gesammelt und wollte loslegen, da merkte ich, dass es tatsächlich half. So, wie er mit der Hand über die schmerzenden Stellen gefahren war – was im ersten Moment ein Schock war – hörte dieses fiese Brennen auf! Meine Neugierde war geweckt – schlussendlich kaufte ich ein Fläschchen des Wundermittels: Arganenöl .

Wir haben uns beide im Hotel gegenseitig eingerieben und es wurde schlagartig besser. Am nächsten Tag hatten wir eine „Stadtrundfahrt“ gebucht, in deren Verlauf wir auch etwas über dieses Öl erfuhren – und eben obige Bäume sahen:

Arganenöl (auch genannt Arganöl, Arganienöl, lat. Argania spinosa) gehört zu den teuersten (Speise-) Ölen überhaupt und wird ausschliesslich in Marokko hergestellt, da nur dort diese vom Aussterben bedrohten Bäume wachsen. Sie haben sehr harte Blätter und Dornen, womit sie sich in dem dortigen wüstenähnlichen Klima behaupten können. Sobald Regen fällt, schlagen diese Bäume aus. Sie können mehrmals im Jahr Früchte tragen – diese reifen ca. 1,5 Jahre. Sie sind so groß wie große Oliven und haben ein für den Menschen ungeniessbares Fruchtfleisch. Nicht aber für Ziegen, denen auch die Dornen nichts ausmachen. Um an die begehrten Früchte zu kommen klettern sie bis in die Wipfel der Bäume. Das wertvolle Öl wird in Schwerstarbeit aus den Kernen dieser Früchte gewonnen (30 kg Früchte für einen Liter Öl). Der Kern ist mandelförmig und enthält einen etwa sonnenblumenkerngroßen Kern aus dem das Öl gepresst wird. Dieses Öl ist vornehmlich ein Speiseöl, wurde aber schon zu allen Zeiten von den marokkanischen Frauen zur Haut- und Haarpflege benutzt. Es gibt zwei Gewinnungsmethoden, die das Öl unterschiedlich einfärben: kaltgepresst aus gerösteten Samen (das Öl ist bräunlich, schmeckt nussig) oder kaltgepresst aus frischen Samen (das Öl ist grünlich – vornehmlich zu kosmetischen Zwecken). Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Arganöl sich wesentlich von anderen hochwertigen Ölen darin unterscheidet, da es über die höchste Konzentration von 80% ungesättigten Fettsäuren, Linolsäuren (Omega-6) und Vitamin A und E (Alpha-Tocopherolen) im natürlichen Verbund verfügt. Der sehr hohe Anteil an natürlichen Antioxidantien zum Schutz vor schädlichen freien Radikalen ist einmalig, dadurch ist es als Anti-Aging-Mittel prädestiniert, sowie zur Pflege bei trockener, schuppender Haut. In der Berbermedizin wird es bei allen Hautleiden eingesetzt, sowie bei Unfruchtbarkeit von Mann und Frau (naja...) und mittlerweile setzen immer mehr westliche Naturkosmetikhersteller auf diesen Inhaltsstoff.

Zur Gewinnung und Vermarktung des Öls haben sich vor einigen Jahren Frauenkooperativen gegründet. Diese kümmern sich allerdings auch um den Fortbestand dieser Bäume, pflanzen, schützen und pflegen sie. Bei diesem Öl gibt es wahnsinnige Qualitätsunterschiede. Durch den geringen Ertrag und den hohen Kosten für die Herstellung wird es gerne mit Sonnenblumen-, Oliven- oder anderen Speiseölen gestreckt/verschnitten. Das reine Öl duftet und schmeckt nussig und ist eine Bereicherung für jeden Salat (wobei ich dann auch mit anderen Ölen mische – es ist sehr intensiv). Es ist sehr hitzebeständig, kann auch zum Kochen verwendet werden (dafür ist es mir allerdings zu schade). Und in meinen Urlaubskoffern ist es immer dabei – wer weiß, wann ich mir mal wieder einen Sonnenbrand einfange......

 

 

Linktips
(von Lorekim)

www.1001geschichte.de diese Seite sollte sich jede alleinreisende Frau vor Urlaubsantritt durchlesen.

www.ex-oriente-lux.de alles wissenswerte über den Orient.

www.dattelschlepper.de Online-Bazar.

 

 

Halawa
(von Peggy)

Im Orient entfernen Frauen lästige Körperbehaarung seit Altersher mit einer Zuckerlösung, Halawa genannt. Nicht nur die ausschließlich natürlichen Zutaten sind ein Argument für diese Methode, das Ergebnis ist auch sehr überzeugend: erst recht langsam und ganz weich nachwachsende Härchen. Die Rückstände lassen sich leich mit Wasser entfernen und die Haut wird kuschelzart. Dabei eignet sich Halawa nicht nur zur Enthaarung der Beine und Achseln, sondern auch für sensiblere Bereiche wie etwa Gesicht oder Bikinizone. Am Anfang ziept es zwar gewaltig, aber je öfter man die Haare mit Halawa entfernt, desto spärlicher und feiner wachsen sie nach.

Um die klebrige Masse herzustellen, erwärmt man zu gleichen Teilen Zucker, Zitronensaft und eine Prise Salz in einem Topf. Unter ständigem Rühren karamellisiert die Masse. Wenn sie anfängt zu brodeln und eine goldene Farbe annimmt, wird der Topf vom Herd genommen. Ob die Konsistenz richtig ist, kann man leicht testen: Einen Tropfen in ein Glas kaltes Wasser geben. Kristallisiert er, dann ist das Halawa fertig, wenn nicht, muss man es noch länger köcheln lassen. Ist die Konstistenz zu dick, lieber ein paar Tropfen Sonnenblumenöl dazugeben - das pflegt die Haut zusätzlich. Anschließend das Halawa zum Abkühlen auf Backpapier gießen und die Reste in kleinen Portionen einfrieren. So hat man das natürliche Enthaarungsmittel immer parat. Für alle, denen das zu viel Arbeit ist, gibt es Halawa aber auch als Fertigprodukt.

Zuhause sollte man den süßen Enthaarungskult jedoch nur anwenden, wenn man schon einige Übung hat. Häufigster Fehler bei unerfahrenen Halawa-Anwenderinnen: Wer zu viel aufträgt oder die Masse aus Angst vor dem Schmerz zu lange antrocknen lässt, kann sich die Haut verletzen.

 

Orientalisches Parfum
(von Carlchen)

Geschichte:
Avicenna , ein im 10. Jahrhundert tätiger arabischer Arzt, soll die Kunst des Extrahierens von Pflanzen und Blumen mit Hilfe der Destillation erfunden haben.
Das früher in England und Frankreich als Bezeichnung für einen Destillierapparat gebräuchliche Wort al-embic zeigt deutlich dessen arabische Herkunft.
Bis dahin haben die berühmten Düfte Arabiens lediglich aus wohlriechenden Harzen und Gewürzen bestanden.

Die Araber hegten für die Rose immer eine Vorliebe, daher führte Avicenna seine ersten Experimente mit dieser Blume durch, wobei er die am intensivsten duftende der Familie nahm: die Rosa centifolia .

Rosenwasser wird im Orient immer noch in hohem Ansehen gehalten. Wenn ein Fremder ein Haus betritt, ist der angenehmste Willkommensgruß, der ihm angeboten werden kann, das Besprengen mit Rosenwasser. Dies geschieht mit einem enghalsigen Gefäß, dem sogenannten Gulabdan .

 

Die Familie der orientalischen Parfüms umfasst drei Gruppen:

Orientalisch-blumig:
Rose, Jasmin, Maiglöckchen, Ylangöl , Nelke, Flieder oder Neroli (Oscar de la Renta, Vanderbilt , Senso , Maroussia )
Orientalisch-würzig, balsamisch:

Gewürze des Orients wie Zimt, Gewürznelke und Piment (Opium, Magie Noir, Cinnabar, KL, Coco , Maxim´s )
Orientalisch-Amber, holzig, ledrig : Moschus, Amber, Leder, Weihrauch, Sandelholz und Moos ( Shalimar, Joop! LeBain, Joop! Nuit DÉte ).

Wichtig für alle orientalischen Duftnoten ist der schwere süße Fond aus Holznoten, Amber, Moschus und Zibet sowie dem besonders gut haftenden, süßen Benzoeharz und der Vanille.

In den 80er Jahren entstanden sie sogenannten halborientalischen Parfums, welche neben den typisch orientalischen Elementen oft eine besonders deutliche Vanillenote als Fond haben.
Diese Duftkompositionen gliedert man in halborientalisch … -Amber blumig / -blumig, fruchtig / -grün, aromatisch, Moschus / -pudrig

Bei www.ausliebezumduft.de zu bestaunen (… mit wunderbaren Duftbeschreibungen ) :
Les Nereides - Oriental Lumpur:
herber, leicht rauchiger, würzig-süßer Unisex-Duft. Gewürze(Safran, Curry, Muskatnuss) Sandelholz, Vanille und etwas Patchouli .
Sage Machado – Jade-PÖ : klassischer, orientalischer Duft. Blutorange, Tuberose, Jasmin, Eichenmoos, Vanille, Tonka Bohne und Ambra .
Miller Harris - Fleur Oriental : blumig-orientalischer Duft. Neroli , Nelken, Rosen, Jasmin, Heliotrope, Ambra, Moschus, Vanille
L' Artisan Parfumeur - The oriental Trio : Ambre Extreme, Patchouli Patch , Passage d´Enfer (Weihrauch + Moschus)
Oder auch Vanille-Tonka von Partricia de Nicolai, Habitana von Molinard , Sacré von Caron und und und …

Für die Duft-Schleckermäuler in Anlehnung an orientalisches Naschwerk.
Achtung: Der Name ist Programm! …sehr süß, sehr klebrig.
Montale Paris - Sweet Oriental Dream : weiße Mandeln, etwas Vanille, Rosen
Montale Paris – Amandes Orientales : leicht geröstete weiße Mandeln und Bourbon Vanille
Loukhoum – Keiko Mecheri : Konfitüre aus Rosenblättern, schwarze Datteln, weiße Mandeln, Vanille, Hölzer, Moschus
Rahät Loukoum * - Serge Lutens Les Salons du Palais Royal Shiseido (also leider „ Exclusive Range“)  : Rosen, Kirschen, weiße Mandeln, heller Honig, Moschus,Vanille

Und daran lehnen sich diese wunderbaren Parfums an:

Lokum
(von Carlchen)

… ist ein Fruchtkonfekt bestehend aus verschiedenen Früchten, Nüssen und Kernen welches schon seit Jahrhunderten in der Türkei und anderen Mittelmeerländern hergestellt wird. Den Gesandten am osmanischen Hof schmeckte diese Süßigkeitso gut, dass sie es
"Turkish Delight " nannten.

Türkischer Honig ( türk. Sade Lokum ) ist eine aus Wasser, Zucker , Reismehl und Zitronenaroma zubereitete Süßware .

Lokum zählt zu den populärsten türkischen Süßigkeiten. Außer einfachem Lokum, als Lati Lokum bekannt, gibt es noch viele andere
Lokum-Arten, die nach ihrer Zubereitung oder ihren Zutaten benannt sind, z.B.
Cifte Kavrulmu (zweimal gekochtes) Lokum und Findikl (Haselnuss-) Lokum

 

Orient + Kosmetik
(von Carlchen)

Vom Orient wird behauptet, er sei der Teil der Welt, in dem die Frauen ihrer Reinlichkeit am meisten Beachtung schenken. Der häufige Gebrauch des Bades, von Düften und allem, was zum Glätten und Verschönern der Haut und Bewahren all ihrer Reize dient, beansprucht ihre ständige Aufmerksamkeit. Hier sind als Beispiel einige Rezepte eines einheimischen Parfumeurs für Kosmetika, die zum Teil auch kurios erscheinen.

Ein Kosmetikum, das man zum Schwärzen der Augenlider verwendet, wird auf folgende Weise hergestellt : Man entfernt das Innere einer Zitrone, füllt sie mit Graphit und gebranntem Kupfer und legt sie aufs Feuer, bis sie verkohlt ist. Dann zerstößt man sie in einem Mörser zusammen mit Koralle, Sandelholz, Perlen, dem Flügel einer Fledermaus und einem Stückchen Chamäleon, nachdem das Ganze zu Schlacke verbrannt und in noch heißem Zustand mit Rosenwasser angefeuchtet worden war.

Ein Batikha genannter Puder für den Teint, den man in allen Harems zum Bleichen der Haut benutzte, wird so zubereitet: Man zerstößt in einem Mörser die Schalen einiger Muscheln, Borax, Reis, weißen Marmor, Kristall, Tomate, Zitronen, Eier und Helbas (ein bitterer Same), vermischt dies mit dem Mehl von Bohnen, Kichererbsen und Linsen und füllt alles in eine Melone, indem man es mit dem Fruchtfleisch vermengt. Die Melone wird dann bis zum völligen Ausdörren der Sonne ausgesetzt und zu einem feinen Pulver zermahlen.

 

Bauchtanz
(von Lavendelhexe)

Wenn wir bei Orient sind, denken wohl viele auch an den Orientalischen Tanz, bei uns meist Bauchtanz genannt. Dieser Begriff ist ein bisschen irreführend, denn natürlich tanzt man nicht nur mit dem Bauch. Die Orient-Reisenden des 18 und 19. Jahrhunderts brachten Berichte über den “Danse du ventre” mit. Zu viktorianischen Zeiten, als hier die Frauen fest verschnürt waren und kaum atmen konnten, bewegten sich die Tänzerinnen im Orient frei und ungezwungen. Sogar mit dem Bauch konnten sie zauberhafte wellenartige Bewegungen machen.

Schon auf alten ägyptischen Grabmalereien sind Tänzerinnen und Musikerinnen zu sehen. Getanzt wurde also schon immer. Allerdings sind Musik und Tanz einem ständigen Wandel unterworfen. Was wir heute als Bauchtanz sehen, hat nichts mehr mit dem Tanz zu Pharaos Zeiten zu tun. In die westliche Welt kam der Tanz mit den großen Weltausstellungen 1889 in Paris und 1893 in Chicago - beide Ausstellungen zeigten u. a. ein algerisches Dorf inklusive Tänzerinnen. Aus den Reiseerzählungen z. B. von G. Flaubert, war der Tanz schon als “lüstern und wild” berüchtigt. Nun, die Lüsternheit lag wohl an Flaubert, der verlangte, dass die Tänzerin Kutchuk Hanem nackt vor ihm tanzen sollte. Anfang des 20. Jahrhunderts dann wurde der Tanz auf die Bühnen von Varietés und Theatern gebracht. Oft von westlichen Frauen, die entweder eine Geldquelle witterten oder einfach fasziniert von diesem Tanz waren. In Ägypten wurde in den späten 20er Jahren das erste Cabarét gegründet. Und natürlich wurde dort auch der Tanz auf der Bühne gezeigt. Der Tanzstil änderte sich sehr, denn eine Bühne hat Raum, den man nutzen muß. Wurde vorher viel auf der Stelle getanzt, kamen nun raumgreifende Schritte - teilweise dem Ballett entlehnt - dazu. Seither können wir die Entwicklung des Tanzes auch auf Film sehen. Die ägyptische Filmindustrie war in den 30er - 70er Jahren sehr erfolgreich und fast kein Film verzichtete auf Tanzszenen. Heutige Tänzerinnen fangen an zu schwärmen, wenn die Sprache auf Größen wie Samia Gamal kommt. In den 70er Jahren dann öffneten die ersten Tanzstudios in Deutschland. Amerikanerinnen waren bei uns die Wegbereiter dafür. Inzwischen kann man in fast jeder Stadt einen Kurs finden - sei es in einem Studio, Verein oder der Volkshochschule.

Noch immer faszinieren die weichen, weiblichen Bewegungen, die kraftvollen Hüftschwünge und die ekstatischen Shimmys. Was viele Frauen auch anzieht: es gibt kein Schönheitsideal bei diesem Tanz, keine Altersbeschränkung. Jede Frau kann ihn lernen und Freude daran haben.

 

Von Seifen und Bräuchen, im Orient und anderswo
(von Lemonmyrtle)

Seifen sind, neben vielen anderen - vor allem duftenden – Schätzen der Kosmetik, schon immer meine Leidenschaft gewesen, viele Jahre allerdings unwissend, dass man jene kleinen, feinen, duftenden und zugleich pflegende Schaumblasen produzierenden Stückchen auch selbst machen kann. Keine irgendwie besonders schön duftende oder anzuschauende Seife war vor meinem Sammlergriff sicher. Gab's einen neuen tollen Duft, mussten auch gleich die passenden Produkte für Wanne, Dusche und Handwaschbecken herbei.

Bis ich Mitte der 90er Jahre zum ersten Mal mit der amerikanischen Tradition des Seifensiedens geradezu kollidierte und mir bei der Gelegenheit den unheilbaren Virus einfing …………… ach, wenn ich an jene Monate des Entdeckens, der Misserfolge, der Gewöhnung an die Fortbewegung der Krebse, zwei vor, einen zurück, denke wird mir schon ein wenig wehmütig und manchmal krieg ich auch so etwas wie Heimweh nach der so ganz anderen unkomplizierten Mentalität der Amerikaner, dies „leben und leben lassen“ dabei dennoch an einem Strang ziehend weder die eigenen noch die gemeinsamen Interessen aus dem Blickwinkel verlierend, hat so viel Charme, dass einem das Wort Konkurrenzkampf gar nicht erst in den Sinn kommt. Klar, ohne diesen gibt's keine Marktwirtschaft, doch man kann ihn so oder so praktizieren, gerade zwischen den kleinen Familienbetrieben ist Fairness untereinander oberstes Gebot.

Aber eigentlich wollte ich ja von der Beautycafé-Seife berichten. Ein klares Voting gab's für die Kaffee-Variante, neben der viel gefragten Erdbeerseife. Erdbeerseife stieß auf meine Weigerung, Beerendüfte liegen, im Gegensatz zu vielen anderen Früchten, nur sehr bedingt auf meiner Geschmackslinie.

Also gab's ne Kaffeeseife und weil sie nicht nur in der Küche - zur Eliminierung unliebsamer Gerüche - zum Einsatz kommen, sondern neben dem pflegenden Element auch noch einen exotischen Duft hinterlassen sollte, kamen mir die arabischen Kaffeevarianten in den Sinn, dort wird er ja mit vielerlei Gewürzen veredelt, Kardamom, Zimt, Schokolade und viel, viel braunem Zucker. Den hab ich allerdings der einfacheren Verarbeitung wegen vernachlässigt und bitte um Verständnis, eine Seife mit Karamellstückchen wär ja nicht unbedingt der Hit …. oder?
Was lag näher, als sie Café arabe zu nennen?

Wem sie gefällt und wer sie nachsieden möchte, hier das Rezept:

Wem sie gefällt und wer sie nachsieden möchte, hier das Rezept:

28,0% Kakaobutter,
28,7% Palmkernöl,
15,2% Macadamianußöl
14,0% Maracujasamenöl
07,8% Rizinusöl
06,2% Distelöl
sehr, sehr starker Mocca mit Aqua dest. gekocht (ich nahm etwas weniger als 250 g Kaffeepulver).
Auf die benutzte Fettmenge ausgerichtet 6% (in Gramm gerechnet) ÄÖ und PÖ in Kombination.
ÄÖs: Cinnamomum zeylanicum, Elettaria cardamomum
PÖs: Chocolate-Vanille und einen kleinen Schuß Arabian Spice.

Es ist eine hundertprozentige HP, heißt, sie wurde im Topf auf der Herdplatte gerührt bis sie das berühmte Vaseline-Stadium erreicht hatte und erst dann wurde die Duftmischung untergerührt.

Über die Entwicklungsgeschichte der Seife und ihrer unterschiedlichen Herstellungsmethoden möchte ich hier nicht eingehen, das haben andere Autoren und Wissenschaftler längst und ausführlich getan, viel besser als ich es könnte. Mein besonderer Liebling ist Georges Vigarellos „Wasser und Seife, Puder und Parfüm“. Das Buch ist außerordentlich schwer zu beschaffen und wird sehr selten in Antiquariaten zu exorbitant hohen Preisen gehandelt. Dem Vernehmen nach plant ein kleiner Verlag ein Reprint, dessen Erscheinungstermin allerdings noch nicht benannt werden kann, offensichtlich gibt es noch Schwierigkeiten mit der Abklärung der Rechte

Handgesiedete Seifen sind Objekte für jene Menschen, die mit offenen Sinnen das Unverwechselbare suchen, den Duft, das Hautgefühl und auch das optische Spektrum. Es sind Individualisten, die sich mit sicherem Geschmack und der Kenntnis ihrer ureigensten Bedürfnisse und Wünsche mit jenen Dingen umgeben, die ihrem Qualitätsanspruch gerecht werden. Genauer gesagt, die Gourmets sind die eigentliche Käuferschicht dieses Produkts und kein Gourmet wird sich jemals an Massenware vergreifen. Was ich damit eigentlich zum Ausdruck bringen will, ist die Vergeblichkeit des drastischen Preiskampfes, der sich zurzeit sowohl in Internetshops, auf Kunstgewerbemärkten wie auch auf Auktionsplattformen abspielt. Diese Marketingstrategien zerstören den Ruf eines Produktes von hoher handwerklicher Qualität, das nie zum Massenprodukt werden kann und darf auf eine Weise, die irgendwann irreparabel sein wird. Ich gehöre selbst zu den so genannten Hobby-Siederinnen, doch wenn ich gelegentlich meine Überschüsse verkaufe, so wechsele ich kein Geld, sondern passe mich dem Preisgefüge der gewerblichen Seifensieder an, die davon leben. Ein Gebot der Fairness wie ich finde.

Zu guter letzt wünsche ich viel Freude beim Beautycafe-Seife testen und freue mich auf rege Rückmeldungen, wobei Lob ebenso erwünscht ist wie Kritik.